Die Mündliche Heilpraktikerprüfung bestehen

  • Sie möchten sicher in die mündliche Heilpraktikerüberprüfung gehen?
  • Sie möchten die Prüfungssituation simulieren?
  • Sie möchten wissen, ob Sie Differentialdiagnosen korrekt aufschlüsseln können?

Dann sind Sie bei mir genau richtig!

Mit meiner mehr als zehnjährigen Erfahrung als Prüfer, werden wir in der ersten Stunde testen, wie Sie auf gestellte Fragen reagieren und wie Sie damit umgehen.

Wenn nötig, werden wir dann gemeinsam Verbesserungsstrategien erarbeiten. Meistens beziehen sich diese auf eine dezidierte Strukturierung und die entsprechende Wertigkeit in Bezug auf die Frage.

Nach Abschluss dieser ersten Stunde, entscheiden Sie, ob Sie eine weitere Stunde in Anspruch nehmen möchten. Für eine Zeitstunde berechne ich Ihnen 40 Euro, die Sie bitte direkt im Anschluss an die Übungseinheit in bar vergüten.

Bitte lesen Sie sich auch den folgenden Text aufmerksam durch. Sie erhalten dadurch einen ersten Eindruck über meine Vorgehensweise:

Viel gelernt, noch mehr gelernt und dann ist es soweit. Sie haben die schriftliche Überprüfung bestanden und der Termin für die mündliche Überprüfung rückt unausweichlich näher. Schon schießen einem die abenteuerlichsten Gedanken durch den Kopf. Diese reichen von „ich schaff das sowieso nicht“, bis hin zur Überlegung, sich an diesem Tag krankzumelden.

Alleine der Adrenalinkick kann viel ruinieren. Die Spucke bleibt im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken. Der Kopf ist leer und selbst durch stärkstes Nachdenken füllt er sich nicht mit dem benötigten Wissen. Auch dieser sich einstellende feinschlägige Tremor, will partout nicht weichen.

Deshalb ist es von unschätzbarem Vorteil, wenn Sie wissen, dass Sie kein Prüfungsmensch sind. Denn dann können Sie sich optimal auf diese Situation vorbereiten. Hierfür stehen bewährte Verfahren der Stressreduzierung zur Verfügung.

Eine wesentliche Rolle spielt das Simulieren der Prüfung. Hierdurch kann man sich ein gewisses Maß an Sicherheit antrainieren. Gemeint ist damit nicht das anschauen oder anhören von Prüfungs-CDs. Vielmehr ist hier wirklich die Simulation der mündlichen Prüfung angedacht.

Natürlich hat jedes Gesundheitsamt seine Eigenarten. Aber die wissen Sie doch schon längst, oder?

Unabhängig davon, ist die fehlende Struktur bei der Beantwortung von gestellten Fragen ein großes Manko.

So passiert es häufig, das bei der Frage:“Machen Sie mir mal eine Differentialdiagnose zu Oberbauchbeschwerden links“, kreuz und quer durch den Körper gerast wird. Hier strukturiert vorzugehen, gibt Ihnen nicht nur zusätzliche Sicherheit. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, nichts Wichtiges vergessen zu haben. Interessanterweise werden Exoten wie stielgedrehte Ovarialzysten häufig erwähnt.

Wie würde ich mir die Beantwortung einer solchen Frage wünschen? Natürlich nach dem Kopf zu Fuß Schema. Gerne auch Fuß zu Kopf, Hauptsache strukturiert.

Welche Beschwerden im Kopf können Oberbauchbeschwerden links verursachen? Nun gut, ein bisschen wackelig. Aber psychogene Ursachen kann man hier nennen.

Welche Beschwerden im Hals können Oberbauchbeschwerden links verursachen? Nicht mehr ganz so wackelig, gibt aber auch nicht das meiste her.

Jetzt wird es langsam spannender. Welche Beschwerden im Thorax können Oberbauchbeschwerden links verursachen? Den Bereich des Thorax würde ich mir nach Organsystemen und strukturellen Störungen aufteilen. So wird dann in den meisten Fällen die oft verlangte Pleuritis nicht vergessen.

Beim Herzinfarkt angelangt, kann erwähnt werden, dass auch die Deutsche Herzstiftung in ihren Flyern die Besonderheit der Symptomatik bei Frauen propagiert.

Thorakal abgeschlossen? Oesophagus nicht vergessen? Dann bitte nicht gleich in den Magen rauschen, wir haben auch noch ein Zwerchfell, mit möglichen Erkrankungen, die eine linksseitige Oberbauchsymptomatik verursachen können. Hier würde ich auch das erste Mal den Roemheld und Meteorismus erwähnen. Bedenken Sie bitte, massive Blähungen lassen auch zwei Meter Männer fallen.

O.K., Magen dürfte klar sein. Pankreas ebenfalls. Also weiter abwärts. Oder doch erst ein wenig weiter nach links? Die Milz ist in der Tat auch in der Naturheilkunde, ein häufig vernachlässigtes Organ. Gut - relevante Darmproblematiken erwähnen. Erkrankungen des Unterbauches, die in seltenen Fällen eine Oberbauchsymptomatik machen, sollten ebenfalls erwähnt werden. Natürlich haben Sie Symptomatiken der Nieren und ableitenden Harnwege genannt.

Abschließend würde ich vertebragene Ursachen ansprechen.

Wenn der Prüfling nach diesem Schema vorgeht, wird definitiv das Wichtigste erwähnt. Gleichfalls erkennt der Prüfungsausschuss, dass der Prüfling vernetzt denken kann. In meinen vielen Jahren als Beisitzer, ist die strukturierte Beantwortung so einer Frage stets äußerst positiv bewertet worden.

Wie würde ich mir die Beantwortung einer Fallbeschreibung wünschen?
Natürlich, Sie haben Recht. Strukturiert sollte geantwortet werden. Setzen wir aber noch einen drauf. Die Wertigkeit einer Erkrankung sollte mit berücksichtigt werden.

Wie kommen Sie dahin? Indem Sie die richtigen Fragen stellen!

Wenn es um Fallbeschreibungen geht, wünsche ich mir bei so mancher Prüfung ein dezidierteres anamnestisches Vorgehen. Was brauchen Sie dafür dringend? Ganz klar. Einen Stift und leere Zettel. Denken Sie daran, Kollege Adrenalin ist immer noch da und wütet nach allen Regeln der Kunst.

So ist es Ihnen in den meisten Fällen nicht möglich, alle Einzelheiten im Kopf zu behalten. Ergo, alles aufschreiben. Unabhängig von dieser zusätzlichen Sicherheit nutzen Sie einen weiteren entscheidenden Faktor – die Zeit.

Zur Ermittlung der Wertigkeit sind folgende Fragen unerlässlich:

  • Was fällt mir an dem Patienten auf, wenn er mein Sprechzimmer betritt?
  • Erst dann frage ich nach den Vitalparametern, wie RR, Puls, Temperatur, etc.
  • Jetzt sollte die Frage nach der Medikamenteneinnahme erfolgen.
  • Anschließend die beschriebenen Symptome nach Dauer, Zeit, Örtlichkeit, usw. abfragen.

Warum ich dieses Vorgehen für richtig halte, möchte ich Ihnen an folgenden Fallbeispielen erläutern:

Beispiel 1:

Patientin 57 Jahre alt, guter AZ, guter EZ, klagt über eine Verminderung der Gehstrecke. Hierbei traten Schmerzen im Bereich der linken Hüfte auf. Diese sind seit etwa 5 Wochen spürbar. Der Schmerz sei seit dieser Zeit kontinuierlich gestiegen und persistiere seit mehreren Tagen auch in Ruhe. Einen Termin zum Röntgen hat sie erst in zwei Wochen, da sie Kassenpatientin ist. Deshalb möchte Sie jetzt von Ihnen behandelt werden. Sie hat nur Gutes von Ihnen gehört.

  • Ihnen fallen ein deutliches Hinken und ein schmerzverzehrtes Gesicht der Patientin auf.
  • Parameter liegen im Normbereich.
  • Medikamenteneinnahme bejaht sie. Tamoxifen nehme sie ein. Aber nur noch für ein paar Wochen. Dann brauche sie dieses Medikament nicht mehr.
  • Können wir uns jetzt eigentlich sparen. Machen wir aber nicht, sondern arbeiten kontinuierlich unsere Fragen ab.

In Bezug auf die Wertigkeit, sollten Sie bei dieser Patientin auf jeden Fall an mögliche ossäre Metastasen denken.

Beispiel 2:

Patient 63 Jahre, guter AZ, guter EZ, bemerkt seit längerer Zeit einen quälenden unproduktiven Husten. Besonders beim Einschlafen sei dieser Husten hinderlich.
Durch Ihre strukturierte Vorgehensweise, erfahren Sie, dass der Patient ACE-Hemmer einnimmt.

Da Ihnen der Zusammenhang mit einem schlecht therapierbaren Husten und der Einnahme von ACE-Hemmern bekannt ist, kennen Sie jetzt Ihre Vorgehensweise. Korrekt wäre jetzt der Hinweis auf diese mögliche Nebenwirkung, mit dem Verweis an den behandelnden Arzt.

Beispiel 3:

Spätestens dieses Beispiel verlangt ein strukturiertes Vorgehen, da Sie sonst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, die eine oder andere Erkrankung vergessen könnten.

Etwa drei Wochen nach Ihrem Umzug in ein neues Wohngebiet, klingelt es morgens um 8.00 Uhr an Ihrer Tür. Ihr 82-jähriger Nachbar steht davor. Völlig aufgeregt schildert er Ihnen, dass seine Ehefrau bewusstlos im Bett liegt. Er bittet Sie, schnell zu kommen und zu helfen. Auf dem Weg zum Nachbarn überlegen Sie, welche Erkrankung vorliegen könnte und was Sie eventuell erwartet.

Verstehen Sie, warum es schlau ist, einen Zettel in die mündliche Prüfung mitzunehmen? Sie können sich unmöglich alle genannten Fakten merken. Auch die Antworten auf Ihre Fragen an den Prüfer, sollten Sie stichpunktartig festhalten.

Meine Bitte an Sie: spielen Sie das Prüfungsszenario immer wieder durch. So oft und so lange, bis es für Sie den Charakter einer einigermaßen normalen Situation hat. Üben Sie das in Lerngruppen, mit Freunden, Bekannten oder involvieren Sie Ihren Partner. Externe Prüfungstrainer bieten sich ebenfalls an.

Zusammenfassung der Vorgehensweise bei der mündlichen Prüfung:

  • Antworten strukturiert aufbauen
  • Kopf zu Fuß oder Fuß zu Kopf Schema
  • Wertigkeit berücksichtigen – hier die vier wichtigen Fragen stellen
  • Alle Informationen schriftlich festhalten – mögliche Differenzialdiagnosen notieren

Abschließend möchte ich Ihnen ein Beispiel eines Prüflings geben. Dieser junge Mann kam zu mir zum Prüfungstraining, weil er in der mündlichen Prüfung bereits mehrmals durchgefallen war. Es konnte nicht am Wissen liegen. Er war gut in der Beantwortung der Fragen und auch differentialdiagnostisch bewandert.

Sein einziger Feind war das Adrenalin. Es kroch ihm förmlich aus allen Poren. Jedoch nur unter extremer Anspannung, z.B. Amtsarztprüfung. Bei mir in der Praxis war er völlig entspannt.

Was tun? O.K., dann also Adrenalin produzieren. Aber wie? Wir verabredeten uns für das nächste Mal. Er war mehr als überrascht, als ich ihm meine zwei Hunde (Deutsche Dogge und Bullterrier) an die Hand gab und ihn freundlich zu einem Spaziergang aufforderte. Dieser dauerte eine Stunde und als wir wieder zurück kamen, war mein Prüfling zwar klatschnass aber glücklich.

Was war passiert? Natürlich sind wir nicht moderat spazieren gegangen. Zwei Meter vorgehend habe ich ihm Fragen gestellt, die er umgehend zu beantworten hatte. Glauben Sie mir, mit zwei Hunden, die ihrem Herrchen folgen, kein leichtes Unterfangen. Ein Adrenalinschub nach dem anderen stellt sich bei meinem Prüfling ein – bis er gelernt hatte damit umzugehen. Das ganze gewürzt mit einem Prüfer, der ihn schlichtweg auf die Palme brachte. Abrechen kam nicht in Frage, also musste er da durch. Hat sich gelohnt – Prüfung bestanden.

Ich gebe zu, einige von Ihnen werden entrüstet sein. Sklavenhalter, Menschenquäler, könnten eventuell einige Ihrer Gedanken sein. Aber soll ich Ihnen was sagen. All das ist mir egal. Hauptsache Sie bestehen Ihre Prüfung. Und ja, wir hatten dieses Vorgehen vorher abgesprochen. Nein, nein nicht das mit den Hunden, sondern nur dass wir unter Stress arbeiten.

Jetzt bleibt mir nichts anderes, als Ihnen für die bevorstehende Prüfung alles Gute zu wünschen. Vielleicht übernehmen Sie ja die eine oder andere Idee aus diesem Text. Mich würde es freuen.

In diesem Sinne alles Gute

Torsten Hartmeier

P:S Aktuell liegt die "Besteherquote meiner Prüflinge" bei 100%!